Der Femina Filmpreis 2010 geht an Reinhild Blaschke für das Szenenbild in dem Spielfilm "Im Schatten" von Thomas Arslan (Forum).
Begründung der Jury:
Mit unaufdringlicher Perfektion zieht Reinhild Blaschke uns in eine Welt "im Schatten", in Orte hinter den Orten. Eine Ebene sind die Autos als Mittler zwischen Figuren und Außenwelt, und zwischen Stadt und Umland. Der Zufluchtsort im Wald behält in seiner Geometrie dennoch eine Verbindung zur Urbanität und somit eine Geschlossenheit. Mit nur wenigen minimalistischen Ausbrüchen aus der Funktionalität charakterisieren die Räume die Sehnsüchte der Figuren und bewahren zugleich die Diskretion des Ganzen.
Das Blau-Grau wird bereits behutsam aufgebrochen vom Rot einzelner Elemente, bevor es sich schließlich im Blut einer Schusswunde entlädt.. Reinhild Blaschke gelingt eine klischeefreie Übersetzung von Film Noir Atmosphären in ein heutiges Berlin.
Vita:
Reinhild Blaschke machte ihr Diplom als Modedesignerin beim Lette-Verein in Berlin. Anschließend studierte sie Bühnenbild an der Berliner Kunsthochschule. Heute ist sie freischaffend in den Bereichen Film- und Theaterausstattung tätig.
Die Dotierung des Preises 2010 wurde ermöglicht dank der Spenden von:
Franziska Heller (Kodak Berlin), UNAFILM E.K. (Titus Kreyenberg), Jana Marsik, Christine Maier, Maren Kroymann, Maria Gruber, Maria Speth, Susanna Bitzer, Marcel Gisler, Lilo Mangelsdorff, Judith Kaufmann, Katharina Sykora, Erika von Moeller, Sophie Heldman, Sabine Greunig, LaDOC Filmnetzwerk, Bettina Böhler, Angelina Maccarone, Gesa Marten, Silke Johanna Räbiger, Sven Meyer, Katharina Wöppermann, Gruscha Rode, Margaret von Schiller, Doris Metz
Die Jury 2010
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